Wer nicht das Glück hat, in einer deutschen Großstadt wie Berlin oder München zu leben, kennt das Problem: Die Radiolandschaft ist unterwegs eher übersichtlich, neben den Programmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks tummelt sich eine Hand voll Privatsender, die vor allem durch ihren musikalischen Einheitsbrei bekannt sind und nicht wirklich für Abwechslung sorgen. Der Empfang ist dazu auch nicht immer optimal, es rauscht und knistert.
Die Lösung für diese Probleme heißt DAB+. Eine Abkürzung, hinter der sich zugegebenermaßen auch eine Bank oder eine Brauerei verbergen, doch in diesem Fall steht das Kürzel für Digitalradio.
An sich ist die DAB-Technik schon einige Jahre alt, fristete doch lange Zeit aufgrund diverser Fehler bei der Einführung ein Schattendasein. Im Sommer 2011 gab es einen Neustart, der vor allem eins bringt: deutschlandweit eine größere Auswahl an empfangbaren Radioprogramme und das mit glasklarem digitalen Empfang. 13 neue Programme sind so ab sofort zu hören, hinzu kommt eine unterschiedliche Anzahl regional ausgestrahlter Digitalradioprogramme, darunter meistens die öffentlich-rechtlichen Sender der jeweiligen Landesrundfunkanstalt. Fast überall in Deutschland sind so inzwischen mehr als 20 Programme digital und rauschfrei zu empfangen, örtlich auch durchaus noch einige mehr. Ganz ohne Internet und ohne laufende Kosten übrigens.
Zum Empfang benötigt man jedoch ein DAB+-taugliches Radio. Hier steigt die Auswahl und das Angebot gerade rasant. Vom kleinen Küchenradio bis zum Autoradio ist bereits alles dabei. Natürlich kann man mit jedem DAB+-Radio auch die herkömmlichen UKW-Sender empfangen. Aber eben auch die ganzen neuen Angebote, wie Klassik Radio, Sunshine live oder 90elf – Das Fußballradio, für die man bisher einen Kabelanschluss oder einen Internetzugang brauchte. So macht Radiohören wieder mehr Spaß.